Waldbrandbekämpfung in Lübtheen

Wässern des  Brandriegels der Alt Jabel schützt
Wässern des Brandriegels der Alt Jabel schützt

Die Feuerwehr Börnsen hat das Land Mecklenburg-Vorpommern bei der Bekämpfung des Waldbrandes in Lübtheen im Rahmen der 5. Feuerwehrbereitschaft unterstützt.

 

Die Feuerwehr Börnsen wurde am 2.7.2019 um 7:15 Uhr  im Rahmen der 5. Feuerwehrbereitschaft des Kreises Herzogtum Launeburg alarmiert. Dabei sprang die Feuerwehr Börnsen für die Feuerwehr Schiphorst ein, deren Fahrzeug gerade in der Wekstatt war.

 

Die 5. Feuerwehrbereitschaft hat sich daraufhin auf dem Bereitstellungsplatz in Gudow gesammelt. Von dort aus sind wir in einer Kolonne nach Lübtheen gefahren, wo wir am Sammelplatz auf die Einteilung auf einen Brandabschnitt gewartet haben.

 

Der Waldbrand in Lübtheen war kein gewöhnlicher Waldbrand. Das Feuer wütete auf dem Gelände des ehmaligen Truppenübungsplatzes Lübtheen. Dieses Gebiet ist hochgradig mit Munition aus beiden Weltkriegen belastet. Im 2. Weltkrieg war dort das Munitionsdepot der Marine, welches nach dem Krieg von den Sowjets nur unzureichend gesprengt wurde. Das führtezur Verteilung der Monition auf dem gesamten Sperrgebiet. Deswegen ist ein Betreten des Sperrgebietes außerhalb der Wege unmöglich, da eine zu große Gefahr durch die Munitionsreste im Boden besteht. Dies wurde im Laufe der Brandbekämpfung durch ständige Explosionen aus dem Wald, die durch das Feuer ausgelößt wurden, auch immer wieder unterstrichen. 

 

Deswegen konnte keine direkte Brandbekämpfung erfolgen. Die Einzige Möglichkeit war das Einkesseln und Außhungern des Feuers durch Bildung von Brandriegeln entlang der sicheren Wege und das Löschen aus der Luft via Hubschrauber.

 

Wir wurden zuerst in der Nähe von Alt-Jabel eingesetzt, wo wir das übergreifen der Flammen auf  die Ortschaft verhindern sollten. Das Feuer war dort in der Nacht zuvor schon bis auf 50m  herangekommen. Unsere Aufgabe war es zusammen mit den Wasserwerfern der Bundespolizei diesen Brandriegel zu Wässern um ein Wiederaufflammen zu vehindern.

 

Im Laufe des Abends wurden wir an einem anderen Brandriegel eingesetzt. Dort sollten wir ein Übergreifen der Flammen auf ein bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht brennenden Teil des Waldes verhindern. Die große Schwierigkeit  an diesem Brandabschnitt war der lange Anfahrtsweg von der Wasserentnahmestelle zum Brandriegel. Für jede Tour mussten wir circa 5 Kilometer Waldweg zurücklegen, welcher mit jeder Stunde durch das schwere Gerät schlechter wurde. Dies hat Mensch und Material in den folgenden 24 Stunden einiges abverlangt.

 

Untergebracht wurden wir in dem Waldbad von Alt-Jabel, wo das DLRG Lauenburg einen Verpflegungposten mit einer Rastmöglichkeit für uns aufgebaut hatte.

 

Nach 36 Stunden Einsatz wurden wir am Mitwoch Abend von einer Kreisfeuerwehrbereitschaft aus Storman abgelöst.

 

Der NDR hat übrigens eine Reportage über den Walbrand in Lübtheen veröfentlicht:

https://www.youtube.com/watch?v=e3lsenMcsns